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Tobias Lange
Unternehmensberater Externer Datenschutzbeauftragter Fachkraft für Medienpädagogik
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Hamburg, den 02. Februar 2026
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DATENSCHUTZ NEWSLETTER
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Liebe Kund*innen und Abonnent*innen des Newsletters,
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ich freue mich, Ihnen eine neue Ausgabe des Datenschutz-Newsletters übersenden zu dürfen und habe heute folgende Themen:
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- Mit künstlicher Intelligenz bessere Leistungen schaffen
- Zunahme der Datenschutzbeschwerden in 2025
- Aktuelles aus Datenschutz und IT-Sicherheit
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1. Mit künstlicher Intelligenz bessere Leistungen schaffen
Am Ende des Tages, einmal so formuliert, geht es nicht darum KI einzusetzen, damit man sich rühmen kann modern zu sein und mit KI zu arbeiten. Es geht darum, KI so einzusetzen, dass man aus dem Einsatz einen Gewinn, also einen Mehrwert erzielt. Das klingt logisch, ist es aber gar nicht. KI macht Fehler. Wenn man die Fehler nicht erkennt und übernimmt, dann hat das Output keinen Mehrwert, sondern meistens sogar einen Minderwert.
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Wie macht man es, dass man KI nutzt, um Fehler zu vermeiden, anstatt neue Fehler zu produzieren? Zuerst muss man betrachten, für welche Aufgabe KI eingesetzt werden soll. Wenn diese Aufgabe definiert ist, muss man gucken, welche KI-Anwendungen hierfür am besten geeignet sind. In der Regel schaffen spezialisierte KI-Anwendungen bessere Ergebnisse als Universal-Tools. Und neben der Wahl des richtigen Tools, muss man auch die Risiken beim Einsatz von KI aufgabenabhängig betrachten. Insbesondere, ob man mit dem Einsatz rechtliche Probleme, zum Beispiel im Bereich Datenschutz, EU-AI-Act, Persönlichkeitsrechte, Strafrecht, Urheberrecht etc., bekommen könnte. Wenn man das geklärt hat, dann geht es an die Umsetzung. Hierfür müssen der KI die benötigten Daten zur Verfügung gestellt und der richtige Auftrag erteilt werden. Es muss also ein Prompt, der zum gewünschten Ergebnis führt, geschrieben werden. Genau hier beginnt der Prozess, der am Ende zu einem Mehrwert führt.
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Man muss sich die Stärken der KI und die Stärken des Menschen bewusst machen. KI ist besonders gut bei der Verarbeitung großer Datenmengen, bei der Erkennung komplexer Muster und bei einer unvoreingenommenen Datenauswertung. Die Kernkompetenz von Menschen ist Vernunft, ein Gewissen und Empathie. KI hat nichts davon. Beide hingegen halluzinieren und produzieren Bias, machen also Fehler und schaffen Verzerrungen. In "augmented Intellegence", in Mensch-Maschine-Teams, kommt es drauf an, dass der Mensch das Ergebnis der KI mit seinen Kernkompetenzen Vernunft, Gewissen und Empathie reflektiert, und Ergebnisse genau versteht, überprüft und bewertet. Ist das Ergebnis eine Verbesserung, ist es gut. Ist das Ergebnis keine Verbesserung, dann sollte man es nicht umsetzen. Das muss ein Mensch mit seinen Kompetenzen beurteilen. Und das Ergebnis, nach Reflektion, durch Weiterentwicklung des Prompts und Ergänzung von Daten weiterentwickeln. Das ist ein Kreislauf: Prompt schreiben, Daten hochladen, Ergebnis reflektieren, Prompt und Daten anpassen, Ergebnis reflektieren usw. So lange, bis das Ergebnis stimmt. Nur so erreicht man am Ende eine Leistung, die einen Gewinn für das Unternehmen darstellt. Der Mensch wird durch KI also keineswegs überflüssig. Vielmehr ist er gefordert, wie nie zu vor, seine Kernkompetenzen Vernunft, Gewissen und Empathie zu nutzen. Leider sehe ich in der Praxis, dass dieses viel zu wenig geschieht. Menschen übernehmen KI-Ergebnisse unreflektiert und halten alles für richtig, was die KI ihnen auswirft. Und viele Menschen reflektieren Ergebnisse, ohne dass sie dabei Fehler, Bias oder "offensichtlichen Schwachsinn" erkennen. Die Aufgabe der Zukunft wird sein, Vernunft zu können!
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2. Zunahme der Datenschutzbeschwerden in 2025
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Niedersachsen veröffentlicht für 2025 Zahlen und berichtet von einen Anstieg der Datenschutzbeschwerden um 70%. Im Jahr 2024 gingen 2.361 Beschwerden ein, 2025 hingegen 4.022. Das ist ein dramatischer Zuwachs, der auch die bisherigen Rekordwerte in den Corona-Jahren übersteigt. Auf letzteres möchte ich kurz hinaus: Wir haben in den Corona-Jahren Rekordwerte gesehen und wir sehen diese jetzt wieder.
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Ich persönlich kann die 70% bei meinen Kunden nicht bestätigen. Jedoch sehe ich etwas anderes: Die Beschwerden sind deutlich aggressiver geworden und zum Teil auch "realitätsbefreiter". In der Regel geht es nicht um die Prüfung der Speicherung und Verarbeitung der eigenen Daten und um die Geltendmachung von Datenschutzrechten. Es geht darum eine Beschwerde zu schreiben, um der Beschwerde willen. Wenn man eine Beschwerde liest, dann liest man zum einen den Inhalt, zum anderen aber auch die genutzten Formulierungen und damit die Stimmung des Schreibers. Ich lese zunehmend Texte, die gestresst klingen, aggressiv sind, wo ich mir die Menschen überfordert von ihrem Leben vorstelle und mit einem Mix aus Verbitterung und Hilflosigkeit in der heutigen Welt zurechtzukommen. Es geht nicht um den Datenschutz, es geht darum ein Ventil zu haben, wo man einmal auf jemand anderen losgehen kann, anstatt dass man immer selbst angegriffen wird. Viele Beschwerden lesen sich wie: "Hah, Sie haben einen Fehler gemacht, Sie sind auch nicht perfekt, und da ich immer, bei jeder Kleinigkeit, sofort niedergemacht werde, will ich jetzt auch einfach jemanden niedermachen." Und dazu kommen auch immer mehr Beschwerden, die irgendwelchen Verschwörungstheorien anhängen, die absolut realitätsbefreit sind. Sicher ist es richtig, dass unsere personenbezogenen Daten zu vielen Dingen missbraucht werden. Aber manche Vorstellungen sind dann doch ein wenig "realitätsbefreit". Besonders liebe ich Beschwerden von betroffenen Personen, die sich selbst als Q-Anon Anhänger outen. Diese sind sehr interessant, aber inhaltlich regelmäßig ohne jede Substanz.
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Wir werden in 2026 vermutlich eine noch deutlichere Zunahme dieses Trends erleben und das wird den Datenschutz nicht einfacher machen. Weiterhin sind Datenschutzbeschwerden kostenlos, was auch gut so ist, aber dadurch sind sie auch ein Mittel erster Wahl, um gegen jemand anderen vorzugehen.
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3. Aktuelles aus Datenschutz und IT-Sicherheit
Das BSI warnt vor einer neuen Betrugsmasche auf WhatsApp, die sie "Ghost Paring" nennen. Hierbei geht es um die Funktion sein WhatsApp Konto mit anderen Geräten zu verbinden. Betrüger nutzen diese Masche, um so Zugriff auf fremde WhatsApp-Konten zu erhalten, diese dann zu übernehmen und für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. Hierzu werden Kopplungsanfragen vorgetäuscht. Man sollte nie eine Kopplungsanfrage, egal ob es WhatsApp oder eine andere Anwendung ist, ausführen, wenn man nicht genau weiß, dass es eigene Geräte sind und man selbst diese Kopplungsanfrage gestartet hat.
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Das BSI hat ein neues Medien-Paket zur Cybersicherheit als pädagogisches Material für Schulen herausgegeben, um Cyber-Sicherheit bereits dort zu zu lehren. Wer hieran Interesse hat, kann die Materialien kostenlos herunterladen: BSI-Medienpaket für Cybersicherheit für Schüler
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Laut einem Artikel auf Golem sind 81% aller deutschen Exchange-Server angreifbar, weil kein aktuelles Update eingespielt wurde und die Server auf einer veralteten Version laufen. Das ist eigentlich keine neue Erkenntnis und gilt für viele Anwendungen auf Servern, nicht nur für Exchange-Server. Der Server wird einmal aktuell eingerichtet und danach kümmert man sich nicht mehr viel darum oder macht Updates nur einmal im Jahr. Dienste wie M365 oder Cloudserver, die immer aktuell gehalten werden, haben hier deutliche Vorteile.
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Und was so an Cyberangriffen los ist, nur ein kleiner Auszug: Hacker legen die Verkehrsgesellschaft Main-Tauber lahm und selbst Busse fahren nur noch eingeschränkt. Hacker-Angriff auf das Kunstmuseum in Dresden und auch ein Leipziger Museum. In Dresden konnte man nur noch bar zahlen, wenn man rein wollte. In Baden-Württemberg sind sensible Daten nach einen Cyberangriff auf ein Rathaus abgeflossen. Im Netz sind Gesundheitsdaten und Daten von Straftaten aus der Gemeinde Untereisenheim aufgetaucht, die bei einem Hackerangriff erbeutet wurden. In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Server der Polizei angegriffen und die mobile Kommunikation per Smartphone beeinträchtigt. Das Bundesland wird die Server zur Verwaltung der Mobilgeräte aus Sicherheitsgründen komplett neu aufbauen und modernisieren. Und diese Auflistung könnte ich jetzt eine Seite lang so fortsetzen.
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149 Millionen Passwörter hat ein Sicherheitsexperte gefunden. Von Google, Insta, ICloud, Netflix, Yahoo, dem edu-Bildungsserver etc. Das ist eigentlich nicht besonders erwähnenswert, denn wir lesen solche Nachrichten quasi jede Woche. Was wir daraus lernen sollten: Jedes Konto, dass wir im Internet haben, mit 2FA und/oder Passkey zu sichern. Denn jeder kann von einem Passwort-Diebstahl betroffen sein.
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Wir sehen Betrug aber nicht nur Online. Auch Offline nehmen die Betrugsmaschen weiter zu. Jüngste Masche ist das versenden von täuschend echten Schreiben von Wohnungsverwaltungen, wo eine Änderung der Verwaltung mit Änderung der Bankverbindung bekanntgegeben wird. Man soll an einen neuen Anbieter zahlen. Der Anbieter und das Konto sind Fake. Zahlt man dahin, ist das Geld weg. Haften tut hier der Mieter. Also auch in der realen Welt ist immer Vorsicht angesagt!
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Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe, dass die Themen interessant waren.
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Tobias Lange Unternehmensberater Externer Datenschutzbeauftragter
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Tobias Lange - Unternehmensberater
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Externer Datenschutzbeauftragter (DSB) Informationssicherheitsbeauftragter (ISB) Fachkraft für Medienpädagogik Zustellungsfähige Anschrift: Berner Heerweg 246, 22159 Hamburg Steuernummer: 50/139/02404 Finanzamt Hamburg Oberalster Email: info@tl-datenschutz,de Web:www.tl-datenschutz.de
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